Das war 2026

Eine Brevetsaison zwischen Rückenwind, Regenschauern und Höhenmetern.

Fünf Brevets, fünf unterschiedliche Strecken und jede Menge Abwechslung.
Vom flachen Achterhoek über den Teutoburger Wald und die stürmische Nachtfahrt beim 400er bis zur langen Runde durchs Weserbergland beim 600er war die Brevet-Saison vielfältig und abwechslungsreich. Den Abschluss bildete ein herbstlicher 200er mit neuer Streckenführung und Graveloption.

Mal zeigte sich das Wetter freundlich, mal verlangte es den Teilnehmern einiges ab. Sturmböen und umgestürzte Bäume forderten Aufmerksamkeit, während Sonne und angenehme Nachttemperaturen für gute Bedingungen beim 600er Brevet sorgten. Kaffee und Kuchen an den Kontrollen sowie im Ziel gehörten ebenso zur Brevetsaison 2026 wie die Vielfalt im Starterfeld – vom Rennrad bis zu den vier Velomobilen beim 600er. Was alle Teilnehmer verband, waren das Durchhaltevermögen und die Freude am gemeinsamen Langstreckenerlebnis.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, die 2026 mitgefahren sind, die Brevets mit Leben gefüllt und die Saison zu dem gemacht haben, was sie war. Ebenso gilt der Dank allen, die bei Organisation, Streckenplanung, Kontrollen und Empfang mitgewirkt haben.

Wir freuen uns auf die nächste Saison, auf schöne Strecken, vertraute Gesichter und viele weitere gemeinsame Kilometer. Bis dahin wünschen wir euch eine gute Zeit, bleibt gesund und kommt gut durch den Winter.

Auf ein gesundes Wiedersehen bei ARA Westfalen 2027 – denn die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

 

März – 200 km: Rondje Achterhoek

Der Saisonauftakt führte von Dorsten aus ins niederländische Achterhoek.
Ländliche Straßen, kleine Ortschaften und weite Felder prägten die rund 207 Kilometer lange Runde, die über Zutphen und Winterswijk zurück nach Dorsten führte. Mit etwa 300 Höhenmetern blieb das Streckenprofil übersichtlich – zumindest im Vergleich zu dem, was die Wettervorhersage erwarten ließ.

Regen war angekündigt, doch gegen Mittag, nach der ersten Kontrolle, besserte sich das Wetter. Auch die Temperaturen zeigten sich versöhnlich. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen eine ausgedehnte Pause einzulegen. Schließlich gehört es zur Eigenständigkeit beim Brevet, nicht nur das Tempo, sondern auch die Pausen selbst zu bestimmen. Und gegen ein Stück Kuchen ist als Wegzehrung bekanntlich wenig einzuwenden.

Der Saisonauftakt gelang: Trotz ungemütlicher Aussichten meisterten die Teilnehmer die Strecke und erreichten zufrieden das Ziel.

 

April – 300 km: Ins Osnabrücker Land

Der Wind zeigte sich zunächst von seiner hilfreichen Seite.
Mit Rückenwind auf den ersten Abschnitten ließ sich die Strecke angenehm angehen. Für den späten Nachmittag war allerdings Regen angekündigt – und diesmal sollte die Wettervorhersage recht behalten. Die Teilnehmer konnten sich also darauf einstellen, dass die zweite Hälfte neben Ausdauer auch eine gewisse Wetterfestigkeit verlangen würde.

Die Strecke führte durch das Münsterland und hinein in den Teutoburger Wald, wo die Höhenmeter für Abwechslung sorgten. Eine gesperrte Straße und eine ebenfalls gesperrte Brücke machten bereits bei der Vorbereitung eine Anpassung der Route erforderlich. Die geänderte Streckenführung fiel dadurch zwar etwas flacher aus, führte die Teilnehmer dafür aber in Richtung Osnabrück – eine kleine geografische Erweiterung, die den Höhenmetern entgegenkam, dem Kilometerzähler aber nicht unbedingt.

Unterm Strich: Erst Rückenwind, später Regen und mittendrin der Teuto. Die 300 Kilometer verlangten den Teilnehmern einiges ab – und boten damit alles, was ein ordentliches Brevet ausmacht.

 

Mai – 400 km: Durch Teuto und Egge

Eine Unwetterwarnung hatte auf ungemütliche Bedingungen hingewiesen.
Unmittelbar vor dem Abendstart in Haltern am See legte das Wetter mit kräftigen Sturmböen los. Die Unwetterwarnung bewahrheitete sich. Viele Teilnehmer machten sich dennoch auf den Weg – und fuhren dem Unwetter gewissermaßen hinterher.

Die Folgen des Sturms waren unterwegs sichtbar: Umgestürzte Bäume versperrten stellenweise die Straßen und mussten überstiegen werden. Äste auf der Fahrbahn sorgten für Stürze, deren Folgen glücklicherweise glimpflich blieben. Gefragt waren damit neben Ausdauer vor allem Aufmerksamkeit und Weitsicht – Eigenschaften, die bei einem Brevet ohnehin zum Handwerkszeug gehören.

Mit dem Sonnenaufgang am Samstagmorgen änderte sich die Szenerie. Das Wetter wurde großartig, und bei Sonnenschein näherten sich die Teilnehmer wieder dem Ziel. Nach einer bewegten Nacht bot sich ihnen ein freundlicher Empfang – und Gelegenheit, die Erlebnisse der vergangenen Stunden noch einmal Revue passieren zu lassen.

Unterm Strich: 400 Kilometer mit einer stürmischen Nacht und einem sonnigen Morgen. Die Teilnehmer bewiesen Durchhaltevermögen und machten das Brevet zu einem besonderen Ereignis der Saison.

 

Juli – 600 km: Brevet an der Leine

Beim längsten Brevet der Saison spielte das Wetter erfreulich mit.
Heiter und sonnig präsentierte sich der Tag, und auch in der Nacht blieben die Temperaturen angenehm. Gute Voraussetzungen also, um die 600 Kilometer und rund 5.000 Höhenmeter in Angriff zu nehmen.

Von Haltern am See führte die Strecke zunächst durch das Münsterland, bevor es über Altenbeken ins hügelige Weserbergland ging. Nach Holzminden wartete der Solling, anschließend führte die Route entlang der Leine nach Norden. Über Hameln und Wiehengebirge ging es zurück Richtung Münsterland, wo die Baumberge noch einmal für Abwechslung im Streckenprofil sorgten. Landschaftlich bot die Runde einiges, und auch die Höhenmeter kamen nicht zu kurz.

Erfreulich war, dass diesmal gleich vier Velomobile am Start waren. Die unterschiedlichen Fahrradkonzepte gehören zur Vielfalt der Brevet-Szene und zeigen, dass sich Langstrecken auf ganz verschiedene Arten bewältigen lassen. Am Start und Ziel in Haltern am See konnten sich die Teilnehmer ausruhen und stärken. Einige nutzten außerdem die Möglichkeit, dort zu campen und so ganz entspannt in das lange Wochenende zu starten.

Unterm Strich: 600 Kilometer bei bestem Wetter, ein vielfältiges Starterfeld und eine gute Verpflegung unterwegs wie im Ziel – ein rundum gelungener Höhepunkt der Saison.

 

September – 200 km: Ins Driland

Zum Saisonabschluss zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite.
Bei sonnigem Wetter führte die neu ausgearbeitete Strecke durch das westliche Münsterland und in Richtung Niederlande. Ein markanter Punkt der Runde war der Dreiländersee bei Gronau, wo Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und die Niederlande aufeinandertreffen. Die Strecke bot damit nicht nur abwechslungsreiche Straßen, sondern auch schöne Eindrücke aus der Grenzregion.

Die Route verlief über weite Abschnitte durch Wiesen und Wälder. Wie schon im letzten Jahr gab es auch diesmal eine Graveloption. In dieser Variante führten gut 20 Prozent der Strecke über unbefestigte Wege. Die Gravelroute führte durch Wälder, an Bächen entlang, durch Heidelandschaften und bot eine willkommene Abwechslung abseits des Asphalts.

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer in Dorsten im Eiscafé empfangen. Bei Kaffee, Kuchen oder einer Kugel Eis bot sich Gelegenheit, die Eindrücke der Tour auszutauschen und die Brevetsaison gemütlich ausklingen zu lassen.

Unterm Strich: Ein gelungener Saisonabschluss mit neuer Strecke, bestem Herbstwetter und einem süßen Empfang im Ziel.

Reglement und Informationen

Für allgemeine Informationen zu Brevets:
https://www.audax-randonneure.de

Das Reglement:
https://www.ara-westfalen.de/reglement/

Wissenswertes zu ARA Westfalen Brevets:
https://www.ara-westfalen.de/faq/